Der Moskwitsch in der DDR
Den Moskwitsch, oder von Liebhabern auch Mossi genannt, war ein 4Takt PKW aus sowjetischer Produktion. Der Import in die DDR begann 1963 mit den Modellen 403 und 407, die sich äußerlich nur wenig unterschieden. Etwa Mitte der sechziger Jahre kam das Modell Moskwitsch 408 mit einer völlig neuen Karosse und mit einem standardmäßigen Viergang Getriebe in die DDR. Die Nachfolgenden Modelle Moskwitsch 408 IE und 412 unterschieden sich rein äußerlich nur wenig vom 408er Modell. Der Moskwitsch 408 IE hatte im Gegensatz zum Vorgänger Modell bereits eckige Scheinwerfer und unterschied sich wiederum vom 412 in technischer Hinsicht. Der Moskwitsch stand lange Jahre hoch im Ansehen der DDR Autofahrer und wurde auch von Betrieben gerne als Dienstfahrzeug oder als Taxi genutzt.
Erst mit der Einführung des Ladas ging das Ansehen etwas zurück, da der Lada für die damalige Zeit doch technisch Moderner als der Moskwitsch war.
Ich habe meinen Moskwitsch 408 IE als extrem robustes und unverwüstliches Fahrzeug in Erinnerung. Es hieß ja nicht umsonst “echt russische Handarbeit… alles aus einem Stück gefeilt“
Der Moskwitsch hatte eine Besonderheit, die man bei PKWs der 70er und 80er Jahre nicht gerade in Massen vorfindet, den Moskwitsch konnte man bei defekter Batterie ankurbeln. Das würde man sich wohl heute bei manch einer Autopanne wünschen. Das letzte Modell der Moskwitsch Reihe war der 2140, der bis 1979 in die DDR importiert wurde.
Der Moskwitsch 412 und 2140 wurde zu Sowjetzeiten auch in andere Staaten Exportiert und ist heute noch nach fast 30 Jahren auf den Straßen der Mongolei, Kubas, des Iraks und afrikanischer Staaten zu finden.












März 16th, 2008 at 00:20
Der Import des Moskwitsch in die DDR als Moskwitsch 402 (35-PS-Maschine, einfarbige Lackierung ohne Zierleisten) begann 1958.
Als zweifariger 407 mit seitlichen Zierleisten wurde der Wagen (45-PS-Maschine) ab 1959 eingeführt. 1961 erhielt er ein Vierganggetriebe und ein etwas modifiziertes Kühlergrill (407/1). 1964 kam er als Moskwitsch 403 IE (nur schmale andersfarbige Zierstreifen an den Seiten, ab 1965 anders gestaltete Rückleuchten).
Spätestens nachdem die Rost- und Störanfälligkeit des 408 (Exportbeginn in die DDR Mai 1966) bekannt worden war, sank das Image des Fahrzeuges gewaltig.
Als ehemaliger (im Fahrzeugbetrieb oft verzweifelter) Besitzer eines 2140 (von 1978 bis 1985) möchte ich dennoch anmerken, dass der Moskwitsch ungeachtet aller Mängel einen ganz besonderen Charme besaß, er “hatte etwas” …
März 16th, 2008 at 00:24
Es muss bei mir oben natürlich heißen “zweifarbiger 407″
August 20th, 2010 at 19:17
Nicht zu vergessen die Motorisierung.
408 noch mit 1300 ccm, 412 bereits mit 1500 ccm und 75 PS.
Den Motor vom 412er übernahm dann der 2140 bzw 2137 ( Kombi ). Technisch nur durch Kleinigkeiten geändert. Nachfolgemodell des 2140 war der ALEKO. Den gab es im Westen als LADA.